Elektro Know-how

  • Sonnenenergie
  • Altgeräte-Entsorgung
  • Altbau-Sicherheit
  • Energiesparlampen
  • Erdung und Blitzschutz
  • Feuchtrauminstallation
  • Fehlerstromschutzschalter
  • Kabelbrand
  • Lichtschaltungen
  • Leuchtstofflampen
  • Sicherheitsregeln

Was versteht man unter

Sonnenenergie?

Als Sonnenenergie oder Solarenergie bezeichnet man die von der Sonne durch Kernfusion erzeugte Energie, die in Teilen als elektromagnetische Strahlung zur Erde gelangt. Die auf die Erdoberfläche auftreffende Strahlung beträgt weltweit im Tagesdurchschnitt (bezogen auf 24 Stunden) noch ungefähr 165 W/m² (mit erheblichen Schwankungen je nach Breitengrad, Höhenlage und Witterung). Die gesamte auf die Erdoberfläche auftreffende Energiemenge ist mehr als fünftausend mal größer als der Energiebedarf der Menschheit. Letztlich wird die gesamte Energie der Sonne in Form von Wärmestrahlung wieder an den Weltraum abgegeben.

Wie wird Sonnenenergie auf der Erde genutzt?

Neben den ’natürlichen‘ Effekten (Photosynthese etc.) gibt es zunehmend eine technische Nutzung vor allem im Bereich Energieversorgung. Mit Hilfe der Solartechnik lässt sich die Sonnenenergie auf verschiedene Arten nutzen:

  • Solarzellen erzeugen elektrischen Gleichstrom (Photovoltaik)
  • Sonnenkollektoren erzeugen Wärme (Solarthermie bzw. Photothermik)
  • Sonnenwärmekraftwerke erzeugen mit Hilfe von Hitze und Wasserdampf elektrischen Strom
  • Pflanzen und pflanzliche Abfälle werden so verarbeitet, dass nutzbare Flüssigkeiten (z. B. Äthanol, Rapsöl) oder Gase (z. B. Biogas, gereinigt wird daraus Methan) entstehen
  • Wind- und Wasserkraftwerke erzeugen elektrischen Strom
  • Solarkocher oder Solaröfen erhitzen Speisen oder sterilisieren medizinisches Material

Wie funktioniert Photovoltaik?

Die Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu so genannten Solarmodulen verbunden werden, in Photovoltaikanlagen statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt. Mitunter wird eine alleinige Energieversorgung mittels Photovoltaik in Inselsystemen realisiert. Um hier kontinuierlich Energie zur Verfügung zu stellen, muss die Energie gespeichert werden. Ein bekanntes Beispiel für akkumulatorgepufferte Inselsysteme sind Parkscheinautomaten.

Zahlt sich Photovoltaik wirtschaftlich aus?

Die photovoltaische Energiewandlung ist wegen der Herstellungskosten der Solarmodule im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken deutlich teurer, wobei allerdings große Teile der Folgekosten der konventionellen Energiewandlung nicht in die heutigen Energiepreise mit eingehen. Das stark schwankende Strahlungsangebot erschwert den Einsatz der Photovoltaik. Die Strahlungsenergie schwankt vorhersehbar tages- und jahreszeitlich bedingt, sowie täglich abhängig von der Wetterlage. Beispielsweise kann eine fest installierte Solaranlage in unseren Breiten im Juli einen gegenüber dem Dezember bis zu fünfmal höheren Ertrag bringen. Sinnvoll einsetzbar ist die photovoltaische Energiewandlung als ein Baustein in einem Energiemix verschiedener Energiewandlungsprozesse.

Österreich und Salzburg fördern Photovoltaikanlagen. Die immer wieder veränderten Bedingungen dafür finden Sie auf der Homepage des Landes Salzburg.

Was ist ein Altgerät?

Elektro- und Elektronikaltgerät im Sinne der 2005 eingeführten Regelungen ist im Prinzip alles, was mit Strom – egal ob mit Batterie oder übers Netz – betrieben wird. Dazu gehören Haushaltsgroßgeräte, Haushaltskleingeräte, IT- und Telekommunikationsgeräte, Geräte der Unterhaltungselektronik, Beleuchtungskörper (Lampen, Leuchten für Neonröhren), Elektrische und elektronische Werkzeuge, Spielzeuge sowie Sport- und Freizeitgeräte, Medizinische Geräte und Überwachungs- und Kontrollinstrumente.

altgeraeteWo kann man Altgeräte gratis abgeben?

Erste Anlaufstelle für die KonsumentInnen sind die Rücknahme- und Entsorgungsstellen der Gemeinden und Städte. Jede Kommune muss ihre Bürgerinnen informieren, wo welche Altgeräte hingebracht werden können. Das Recht zur unentgeltlichen Rückgabe gilt im übrigen auch für privat importierte Elektrogeräte, wenn sie kaputt gegangen sind.

Daneben verpflichtet die neue Verordnung die Letztvertreiber solche Elektroaltgeräte, die „von gleichwertiger Art sind und dieselbe Funktion erfüllt haben“, Zug um Zug unentgeltlich zurückzunehmen, wenn gleichzeitig ein neues Gerät gekauft wird (1:1 Rücknahme). Der Händler darf weder eine Rechnung verlangen noch die Rücknahme auf von ihm selber verkaufte Geräte beschränken. Das Ganze gilt auch dann, wenn der Letztvertreiber vertraglich verpflichtet ist, das Neugerät zB eine Waschmaschine in die Wohnung zu liefern.

Dann muss er die kaputte Waschmaschine von dort unentgeltlich mitnehmen und darf dafür auch keine Transportkosten oder sonstige Spesen in Rechnung stellen. Da die postalische Sendung von Elektroaltgeräten mit Problemen verbunden ist, kann sich der Versandhandel von seiner Rücknahmeverpflichtung dadurch befreien, indem er den KonsumentInnen zwei Rücknahmestellen pro politschenm Bezirk anbietet. Darüber muss der Versandhandel seine Kunden informieren. Eine Ausnahme von der 1:1-Rücknahmeverpflichtung gilt für Händler unter 150m² Verkaufs-fläche und (!) auch nur dann, wenn sie ihre Kunden mit einer deutlich lesbaren Information im Geschäftslokal darüber informieren (zB „Wir nehmen keine Elektroaltgeräte zurück“).

Leuchten ohne Schutzleiter: Stimmt es, dass in Altbauten, in denen keine Schutzleiter vorhanden sind, das Metallgehäuse von Leuchten früher mit dem Nullleiter verbunden wurde? Ist das in Altbauten heute noch zulässig?

Klassische Nullung war bis in die 70er-Jahre erlaubt. Somit darf auch heute noch eine neue Leuchte am alten Anschluss genullt werden. Dies gilt auch für damals installierte Steckdosen. Bei Anlagenerweiterungen ist jedoch auf Zusatzschutz FI aufzurüsten. Solche Anlagen bleiben und sind dennoch als kritisch zu betrachten und sollten besser in naher Zukunft saniert werden.

Lassen Sie am besten einen E-Check durchführen und sich über weitere Schritte beraten.

Sind Altbauwohnungen aufgrund alter elektrischer Anlagen besonders gefährdet?

Wenn diese nicht saniert wurden und die Elektroanlagen dementsprechend alt sind, dann ja. Es gibt so manche Altbaubestände, die zum Teil Jahrzehnte alte Leitungen aus ihrer Entstehungsphase aufweisen. Die Ummantelungen sind dann dementsprechend veraltet und abgenutzt. Hinzu kommt, dass der Verbrauch an Elektroenergie in den Haushalten erheblich zugenommen hat. Denken Sie allein an den Einsatz von Geschirrspülern, Waschmaschinen oder Wäschetrocknern. Dafür waren diese alten Anlagen nie konzipiert und eine Nachrüstpflicht gibt es nicht.

Was bezeichnet man als „Energiesparlampe“?

Als Energiesparlampen bezeichnet man künstliche Lichtquellen, die Glühlampen ähnlich sind, jedoch bei gleicher Helligkeit weniger Energie umsetzen. Häufig werden Kompaktleuchtstofflampen als Energiesparlampen bezeichnet. Andere energieeffizientere Lichtquellen sind LEDs, Hochdruckentladungslampen oder beschichtete Halogenlampen.

Auf Grund der geringeren Energieaufnahme ist die Betriebstemperatur der meisten Energiesparlampen niedriger als die von Glühlampen, wodurch ein geringeres Brandrisiko von energiesparenden Leuchtmitteln ausgeht.

Welche Typen gibt es?

Nebenstehende Tabelle (zum Vergrößern bitte darauf klicken) bietet eine Übersicht über die Leistungsaufnahme verschiedener Lampentypen mit gleicher Helligkeit (physikalisch: Lichtstrom in Lumen) wie eine 60-W-Glühlampe. Es ist zu beachten, dass sich die verschiedenen Lampen nicht nur bezüglich der Leistungsaufnahme sondern auch durch verschiedene elektrische und mechanische Bauformen, Haltbarkeit, Dimmbarkeit, Lichtfarbe und -qualität sowie Abstrahlcharakteristik und Aufstartzeit unterscheiden können. Auch müssen Leuchtstofflampen wegen ihres Quecksilber-Gehalts als Sondermüll entsorgt werden. Des Weiteren sind Lampen mit höherer Leistung in der Regel energieeffizienter. Die Lichtausbeute hängt außerdem von den technischen Fähigkeiten des Herstellers sowie dem Alter der Lampe ab.

Wird die Glühbirne wirklich ersetzt?

Am 18. März 2009 schuf die Europäische Kommission die Verordnung die einen 6-Stufen-Plan zum Ersatz der Glühlampe durch Energiesparlampen enthält. In der ersten Stufe seit dem 1. September 2009 ist die Herstellung und der Import von Leuchtmitteln schlechter als Effizienzklasse C (siehe obiges Diagramm) untersagt. Ausgenommen sind zunächst klare Leuchtmittel mit maximal 950 lm Lichtstärke, was einer 75-W-Glühlampe entspricht. Diese Grenze sinkt jeweils zum ersten September der Folgejahre auf 725 lm/60 W und 450 lm/40 W. Ab September 2012 entfällt die Ausnahmeregel ganz.

In Stufe 5 (2013) werden die Anforderungen an die Rest-Helligkeit von Kompaktleuchtstofflampen nach der Nenn-Lebensdauer verschärft (statt 50 müssen dann 70 % der Helligkeit verblieben sein). In der letzten Stufe 2016 entfällt auch die Effizienzklasse C

Was versteht man unter Erdung?

Die Erdung ist eine elektrisch leitfähige Verbindung mit dem elektrischen Potential des Erdbodens.

Mit Erde bezeichnet man zum einen das Erdreich und zum anderen das elektrische Potential des leitfähigen Erdreichs.[1] Sie besteht zum Personenschutz aus Erdern, Schutzleitern, Schutzleiter-Klemmen oder auch Blitzableitern. Der Bereich der außerhalb des Wirkungsbereichs eines Erders liegt wird als Bezugserde oder auch neutrale Erde bezeichnet. Treten zwischen der Erdung und einem willkürlich ausgewählten Erdungspunkt keine merklichen vom Erdungsstrom herbeigeführten Spannungen auf, befindet sich dieser ausgewählte Erdungspunkt im Bereich der neutralen Erde.

Die Erdung hat zum Ziel, ein definiertes Bezugspotential oder einen Potentialausgleich herzustellen, durch den eine möglicherweise auftretende Spannung kurzgeschlossen werden soll. Da die Erdung jedoch wie jede andere elektrisch leitfähige Verbindung einen Widerstand aufweist, den sogenannten Erdungswiderstand, bleibt im Fall eines permanenten Stromflusses gemäß dem Ohmschen Gesetz eine Spannung bestehen. Nur in statischen Anwendungsfällen darf daher davon ausgegangen werden, dass mit der Erdung jegliche Potentialdifferenz ausgeschlossen ist.

Welche Aufgaben umfassen die verschiedenen Erdungssysteme?

Das Erdungssystem (Erdung) umfasst alle Maßnahmen die zur Verbindung eines elektrischen Teils mit der Erde erforderlich sind und ist ein wesentlicher Bestandteil sowohl in Niederspannungs- als auch in Hochspannungsnetzen. Bei Neubauten ist die Erdungsanlage die erste technische Einrichtung, die eingebaut werden muss. Die Erdungsanlage besteht aus den Erdungsleitungen und einem oder mehreren Erdern. Die jeweiligen Erder werden, je nach Einbautiefe, eingeteilt in Tiefenerder, die senkrecht in den Boden getrieben werden und Oberflächenerder, die waagerecht verlegt werden. Dabei sind Fundamenterder (s. Abbildung) eine Sonderform des Oberflächenerders. Sie werden im Fundament unterhalb der Feuchtigkeitsisolation verlegt.

Aufgabe der jeweiligen Erdungsanlage ist:

  • Schutz von Lebewesen durch Begrenzung der Berührungsspannung und der Schrittspannung
  • Blitzschutz von Anlagen und Gebäuden
  • bestimmungsgemäße Funktion der Stromversorgung
  • Begrenzung elektromagnetischer Störungen

Wie schützt die Erdung Personen?

Menschen und andere Lebewesen sind gefährdet, wenn sie zwei elektrisch leitfähige Objekte berühren, zwischen denen eine gefährlich hohe elektrische Spannung besteht. Solange nur eines der leitfähigen Objekte berührt wird, besteht keine Gefahr. Im Niederspannungsnetz zur Stromversorgung bei Verbrauchern wird deshalb einer der Leiter, der sogenannte Schutzleiter, geerdet und mit elektrisch leitfähigen Objekten verbunden. Die Verbindung eines Außenleiters mit diesen Objekten führt dann zum Erdschluss, der zur Auslösung der Überstromschutzeinrichtung und damit zur Abschaltung der Spannung führen kann.

Wie und wofür dient der Blitzschutz?

Der Blitzschutz dient dem Schutz von Personen und Sachwerten. Blitzschutzsysteme reduzieren das Risiko von Schäden durch Blitzeinschläge in Gebäude. Sie bestehen aus Fangeinrichtungen, Ableitungen, Erdung und Blitzschutz-Potentialausgleich. Fangeinrichtungen werden an allen Stellen angeordnet, die von einem Blitz getroffen werden können. Von ihnen leiten die Ableitungen den Blitzstrom zur Erdungsanlage. Überspannungsschutzgeräte stellen bei einem Blitzeinschlag für leitungsgebundene Überspannungen (Surge) einen Potentialausgleich aller elektrischen Leiter mit dem geerdeten Schutzleiter her.

Wie oft sollte man die Erdung überprüfen lassen?

Oft wird die Erdung nur überprüft, wenn die Wasserrohre erneuert werden oder eine Heizung saniert wird (Potentialausgleich – Erdung aller Wasser, Gas und Heizungsrohre aus Metall). Tatsächlich kann die Erdung durch Umwelteinflüssen im Laufe der Jahre stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher sollte sie etwa alle drei Jahre überprüft werden – z.B. im Zuge eines E-Checks.

Kann die Erdung wirklich Rohrleitungen schädigen?

Über die Erdung ins Erdreich eingeleitete Wechselströme führen über längere Zeit zu Korrosionen an Rohrleitungen. Dies wirkt sich dann besonders aus wenn Rohrleitungen als Erder genutzt werden.

Welche Schutzarten gibt es für Außen- und Feuchtrauminstallation?

Die Schutzart gibt die Eignung von elektrischen Betriebsmitteln (zum Beispiel Geräte, Leuchten und Installationsmaterial) für verschiedene Umgebungsbedingungen an, zusätzlich den Schutz von Menschen gegen potentielle Gefährdung bei deren Benutzung.

Bei vielen Anwendungen müssen elektrische und elektronische Geräte unter erschwerten Umweltbedingungen über viele Jahre sicher arbeiten. Außer dem zulässigen Temperaturbereich stellt die chemische Belastung, hierunter wird die Beständigkeit gegen aggressive Medien in der Industrie wie Dämpfe, Säuren, Laugen, Öl oder Kraftstoffe verstanden, eine Einsatzbeschränkung dar. Zudem muss das Eindringen von Nässe und Fremdkörpern, wie z. B. Staub, für eine zuverlässige Funktion verhindert werden.

Bezüglich ihrer Eignung für verschiedene Umgebungsbedingungen werden die Systeme in entsprechende Schutzarten, sogenannte IP-Codes eingeteilt. Den in der Schutzartbezeichnung immer vorhandenen Buchstaben IP wird eine zweistellige Zahl angehängt. Diese zeigt an, welchen Schutzumfang ein Gehäuse bezüglich Berührung bzw. Fremdkörper (erste Ziffer) und Feuchtigkeit (zweite Ziffer) bietet. Weitere Informationen zu den IP-Schutzarten finden sich in der DIN EN 60529 und in der IEC Publication 529.

Wofür werden Fehlerstromschutzschalter eingesetzt?

Ein Fehlerstromschutzschalter schützt gegen das Bestehenbleiben, nicht das Entstehen, eines unzulässig hohen Berührungsstroms. Er ist ein effizientes Mittel zur Vermeidung von gefährlichen (zum Teil tödlichen) Verletzungen bei Stromunfällen und dient zusätzlich der Brandverhütung.

Im Gegensatz dazu dienen Überstromschutzeinrichtungen, wie Leitungsschutzschalter oder Schmelzsicherungen, die allgemein als „Sicherungen“ bezeichnet werden, hauptsächlich dem Schutz von Geräten und Installationen und bieten deshalb keinen hinreichenden Schutz vor Stromschlag: „die Sicherung schützt die Leitung, der FI-Schalter den Menschen“.

Wie wird er richtig bezeichnet und welche Vorschriften gelten?

In der EU ist die englische Bezeichnung RCD (Residual Current Protective Device, wörtlich Reststromschutzgerät) die Norm und daher auch in der deutschen Fachsprache üblich; im allgemeinen Sprachgebrauch sind auch die Begriffe FI-Schutzschalter oder kurz FI-Schalter (F für Fehler, I als Formelzeichen des elektrischen Stromes) gebräuchlich.

Eine genauere, technischere Bezeichnung ist Fehlerstromschutzeinrichtung ohne Hilfsenergie.

Der Einsatz von Fehlerstromschutzschaltern wird in vielen Ländern im Haushalts- und Industriebereich zumindest für Steckdosen (bis 20 A oder 32 A) (etwa DIN VDE oder ÖVE) zusätzlich zu den installierten Überstromschutzorganen zwingend verlangt. Ein RCD mit einer Auslösestromdifferenz von 300 mA wird als Brandschutz der gesamten elektrischen Anlage von einigen Energieversorgungsunternehmen oftmals vorgeschrieben, wenn die Hauseinspeisung nicht über Erdkabel, sondern über Dachfreileitungen erfolgt.

Ist der RCD (FI) in Österreich Pflicht?

In Österreich ist ein RCD mit einem Nennfehlerstrom von max. 30 mA für alle Stromkreise vorgeschrieben, in denen sich Steckdosen befinden und deren Nennstrom 16 A nicht übersteigt (ÖVE E8001-1/A1:2002-04-01).

Auf Baustellen ist für alle Steckdosenstromkreise mit einem Nennstrom bis 32 A und in landwirtschaftlichen sowie gartenbaulichen Betriebsstätten (nicht in den angrenzenden Wohnhäusern), unabhängig von deren Nennstrom, ein Zusatzschutz vorzusehen.

Wie funktioniert ein RCD?

Der RCD (FI-Schalter) trennt bei Überschreiten eines bestimmten Differenzstroms (in Hausanlagen meist 30 mA) den überwachten Stromkreis allpolig, d. h. alle Leiter bis auf den Schutzleiter, vom restlichen Netz.

Differenzströme können auftreten, wenn etwa durch den menschlichen Körper oder über eine schadhafte Isolierung ein (Fehler-)Strom fließt. Dazu vergleicht der RCD die Höhe des hin- mit dem des zurückfließenden Stromes. Die vorzeichenbehaftete Summe aller durch den RCD fließenden Ströme muss bei einer intakten Anlage Null betragen. (Siehe auch: Kirchhoffsche Regeln)

Der Vergleich erfolgt in einem Summen-Stromwandler, der alle zum und vom Verbraucher fließenden Ströme vorzeichenrichtig addiert. Wird irgendwo im Stromkreis ein Strom gegen Erde abgeleitet, so ist im Summenstromwandler die Summe von hin- und zurückfließendem Strom ungleich Null: es entsteht eine Stromdifferenz, die zum Ansprechen des RCD und damit zur Abschaltung der Stromzufuhr führt.

Der Schutz gegen direktes Berühren (Basisschutz durch Isolierung) und Kurzschluss bzw. Überlast (Schutz durch Sicherungen) kann durch einen RCD nicht ersetzt, sondern nur ergänzt werden. Sie bieten keinen Schutz gegen Stromschlag, wenn eine Person auf einer isolierenden Unterlage beide Netzspannungsleitungen (L und N) berührt, da hier (aus „Sicht“ des FI-Schalters) kein Fehlerstrom auftritt. Ebenso ist kein Schutz gegeben, wenn ein unerwünschter Strom zwischen mehreren Leitern (L1, L2 oder L3) einer Drehstromleitung fließt, da auch hier aus Sicht des FI-Schalters kein Fehlerstrom auftritt. Berührt man z. B. an der Anschlussdose eines Elektroherdes oder eines Durchlauferhitzers gleichzeitig mehrere Leiter des Drehstroms, kann der RCD nur auslösen, wenn auch ein Fehlerstrom gegen Erde fließt.

Warum schaltet ein RCD manchmal ohne erkennbare Ursache?

Bei der Nachrüstung von Altbauwohnungen kommt es oft zu Fehlauslösungen des RCD, deren Ursache teilweise schwer einzugrenzen ist. Oft sind falsche Verdrahtungen die Ursache, bei denen beispielsweise in Steckdosen oder Durchlauferhitzern Strom über die Schutzleiter statt über den Neutralleiter abfließt.

Abschaltungen durch RCDs können auch durch externe Ereignisse hervorgerufen werden, beispielsweise durch Überspannungsimpulse durch Blitzschläge in Freileitungen. Das kann oft zu unangenehmen Nebenwirkungen führen, wie Abschaltungen von Heizungen oder Kühlanlagen, obwohl kein Fehler in der eigenen Anlage vorliegt. Aus diesem Grund wurden auch Schutzschalter entwickelt, die in kurzen Abstand nach dem Auslösen zwei- bis dreimal selbstständig nochmals die Spannung aufschalten. Nur wenn der Fehler weiterhin auftritt, bleiben sie endgültig abgeschaltet. Diese Modelle sind vor allem für ferngesteuerte Anlagen von Interesse, wo kein Personal vor Ort ist und nur zum Einschalten anreisen müsste.

Kann man seinen RCD selbst prüfen?

Vorne am RCD befindet sich eine Test-Taste (T), mit der der Fehlerfall simuliert werden kann. So kann die ordnungsgemäße Funktion regelmäßig (VDE-Vorschrift halbjährlich) überprüft werden. Durch Drücken der Taste wird eine abgehende Phase über einen geeignet dimensionierten Widerstand mit dem Neutralleiter vor dem Fehlerstromschutzschalter verbunden und so gewollt ein Fehlerstrom erzeugt, der die Auslösestromstärke übersteigt. Wenn ein RCD beim Betätigen der Test-Taste ausschaltet, ist das jedoch lediglich ein Hinweis auf seine mechanisch korrekte Funktion und nicht darauf, dass die Geräte in diesem Stromkreis richtig angeschlossen und geerdet sind. Die Testtaste gibt auch keine Auskunft darüber, ob die vorgeschriebenen Auslösezeiten oder die Höhe des Auslösestroms eingehalten werden. Dazu bedarf es einer RCD-Prüfung, die von einer Elektrofachkraft durchzuführen ist.

Hersteller empfehlen eine mindestens halbjährliche Prüfung. Ortsveränderliche RCD (z. B. in Baustromverteilern) müssen täglich vor Arbeitsbeginn auf Funktion geprüft werden.

Wie entsteht Kabelbrand?

Ein Kabelbrand entsteht, wenn über eine zu schwache Leitung zu viel Strom geleitet wird, für deren Belastung das Kabel nicht geeignet ist. Durch Überlastung eines Stromkabels, vielleicht weil zuviele Geräte angeschlossen sind, erhitzt sich der Draht innerhalb des Kabels so stark, dass dieser anfängt zu glühen. Nach kurzer Zeit fängt die Isolierung Feuer.

Oft entsteht er auch durch zu hohe Absicherung der betreffenden Leitung. Eine nicht zu unterschätzende Möglichkeit ist, dass sich die Kabelverbindungen, z.B. in den Abzweigdosen gelockert haben und dadurch der Übergangswiderstand verändert wurde. In jedem Gebäude fließt Strom nicht nur durch Leitungen, sondern auch durch etliche Verbindungsstellen (Klemmstellen). Dazu zählen zum Beispiel die Stromkreisverteiler, der Sicherungskasten, aber auch jede einzelne Steckdose.

Die Klemmstellen weisen im Lauf der Zeit sehr viel mehr Verschleiß auf als die Leitungen an sich, da sie durch Oxydation und Korrision in Mitleidenschaft gezogen werden. Sie altern also durch den Stromverbrauch. Je verschlissener Klemmverbindungen sind, desto stärker erhitzen diese sich, weshalb es zu Knistern und Funkenbildung und im schlimmsten Fall zur Brandbildung kommen kann.

Sind Altbauwohnungen aufgrund alter elektrischer Anlagen besonders gefährdet?

Wenn diese nicht saniert wurden und die Elektroanlagen dementsprechend alt sind, dann ja. Es gibt so manche Altbaubestände, die zum Teil Jahrzehnte alte Leitungen aus ihrer Entstehungsphase aufweisen. Die Ummantelungen sind dann dementsprechend veraltet und abgenutzt. Hinzu kommt, dass der Verbrauch an Elektroenergie in den Haushalten erheblich zugenommen hat. Denken Sie allein an den Einsatz von Geschirrspülern, Waschmaschinen oder Wäschetrocknern. Dafür waren diese alten Anlagen nie konzipiert und eine Nachrüstpflicht gibt es nicht.

Warum kann der E-Check Leben retten?

Jedes Jahr sterben Menschen in ausgebrannten Wohnungen durch Elektrounfälle. Das könnte verhindert werden. E-Checks können nicht nur Leben retten, sie sparen sogar Geld!

Dabei untersucht ein Elektrotechniker mit modernsten Geräten und mit viel Erfahrung die gesamte Elektroanlage eines Hauses, einer Wohnung oder auch von Unternehmen. Das umfasst nicht nur Zähler, den Sicherungskasten bis hin zur letzten Steckdose. Dabei wird jeder gefährlicher Mangel erkannt.

Den E-Check können Sie mit dem Pickerl beim Auto vergleichen. Nach der Prüfung bekommt der Auftraggeber einen Elektrobefund ausgehändigt. Eine Prüfvignette auf der Anlage erinnert an den nächsten empfohlenen Termin.

Der E-Check gibt Aufschluss über folgende Fragen:

  • Entspricht die Elektroanlage dem aktuellen Sicherheitsstandard?
  • Sind vorschriftsmäßige Sicherungsmaßnahmen, wie FI-Schutzschalter, Erdung, Nullung vorhanden und intakt?
  • Gibt es genügend Stromkreise, Verteiler und Sicherungen, um eine Überlastung und eine Überhitzung der Leitungen zu vermeiden?
  • Werden alte Elektrogeräte mit übermäßigem Energieverbrauch verwendet?
  • Gibt es Installationsfehler bei Leitungen oder Betriebsmittel?

Welche Arten von Lichtschaltungen gibt es und wo werden sie eingesetzt?

Ausschaltung

Eine Ausschaltung dient dazu, eine Lampe entweder ein- oder auszuschalten. Der Begriff verdeutlicht, dass die Lampe, die ohne Ausschalter an eine Spannungsversorgung angeschlossen ist, ständig in Betrieb wäre.

Von einer Kontrollausschaltung spricht man, wenn z. B. in den Schalter eine Glimmlampe (teilweise auch Glühlampe) integriert ist, die leuchtet, sobald der Schalter eingeschaltet wird. Die Funktion der integrierten Lampe kann so geändert werden, dass sie unabhängig vom Schaltzustand ständig leuchtet und so das Auffinden des Schalters in dunkler und/oder unbekannter Umgebung erleichtert.

Serienschaltung

Die Serienschaltung dient dazu, zwei Lampen, unabhängig voneinander mit einem Doppel-Schalter (Serienschalter) ein- und auszuschalten. Heute wird der Begriff abweichend davon vermehrt auch für eine einfache Reihenschaltung verwendet.

Der Begriff Serienschaltung stammt aus der Zeit, in der Schalter nur in Form von Drehschaltern hergestellt wurden. Diese Serienschalter haben vier Schaltstellungen:

  • Aus.
  • Leuchte 1 an.
  • Leuchte 1+2 an.
  • Leuchte 2 an.

Da man diese vier Schaltzustände nicht direkt, sondern nur nacheinander (seriell) einstellen konnte, nannte man diese Schalter Serienschalter. Drehserienschalter werden heute nur noch von wenigen Markenherstellern gefertigt.

Heute werden Serienschalter überwiegend als Wippschalter gefertigt. Diese Schalter haben zwei Wippen, die nur halb so breit sind wie bei Aus-, Wechsel- oder Kreuzschaltern. Es handelt sich praktisch um zwei Ausschalter, die in einen Schalter integriert wurden.

Wechselschaltung

Die Wechselschaltung, Flurschaltung oder Hotelschaltung dient in der Elektroinstallation dazu, eine oder mehrere Leuchten, von zwei Stellen aus ein- bzw. auszuschalten. Eingesetzt wird sie in kleinen Fluren, Dielen und Räumen mit zwei Eingängen. Für die Schaltung benötigt man zwei Wechselschalter, die es im Handel auch unter der Bezeichnung Aus-Wechselschalter gibt (reine Ausschalter werden von den meisten Herstellern nur noch für den Osteuropäischen und Asiatischen Markt produziert).

Der Außenleiter (L) wird an einen der beiden Wechselschalter an der Klemme L (bei älteren Schaltern P) angeschlossen. Oft ist dieser Kontakt farblich anders markiert (z. B. rot). Das gleiche gilt für die Ader, die vom zweiten Wechselschalter zur Leuchte geht (in der Zeichnung weiß gezeichnet). Diese Ader wird oft „Lampendraht“ genannt, was fachlich aber nicht ganz korrekt ist.

Was versteht man unter Sparwechselschaltungen?

  • Sparwechselschaltung (erlaubt): Wenn unter den Schaltern eine oder mehrere Steckdosen montiert werden, wird eine Ader eingespart.
  • „Hamburger Schaltung“ (nicht zulässig): Hier wird der Neutralleiter geschaltet, um eine Ader einzusparen. Da dies aber sehr große Gefahren mit sich bringt, ist diese Schaltung nach nicht zulässig.
Kontroll-Wechselschaltung

Die Kontrollwechselschaltung dient in der Elektroinstallation dazu, „Verbraucher“ – meist eine oder mehrere Leuchten – von zwei Stellen aus, von denen man keinen Sichtkontakt zum Verbraucher hat, ein- und auszuschalten.

Für die Schaltung benötigt man zwei Kontrollwechselschalter oder zwei Wechselschalter, die sich mit Glimmlampen nachrüsten lassen (je nach Hersteller). Wird der Verbraucher eingeschaltet, so leuchten beide Kontrollleuchten. Die Kontrollwechselschaltung lässt sich, im Gegensatz zur normalen Wechselschaltung, nicht zu einer Kreuzschaltung erweitern. Ein Vorteil der Kontrollwechselschaltung ist, dass an beiden Schaltern der Außenleiter (L), der Neutralleiter (N) und der „Lampendraht“ (in der Zeichnung orange) vorhanden ist. Legt man zusätzlich noch den Schutzleiter (PE) zu jedem Schalter, so kann man an jedem Schalter noch eine Steckdose montieren. Man benötigt also nur fünf Adern zu jeder Schalter-Steckdosen-Kombination. Bei der herkömmlichen Wechselschaltung sind es auf der einen Seite fünf und auf der anderen Seite sechs Adern. Da man bei der Kontrollwechselschaltung mit einer Ader weniger auskommt, nennt man sie auch Sparwechselschaltung, die auch mit normalen Wechselschaltern (ohne Glimmlampe) aufgebaut werden kann.

Kreuzschaltung

Die Kreuzschaltung ist in der Elektroinstallation eine elektrische Schaltung, mit der eine Lampe an drei oder mehr Schalterstellen unabhängig von der jeweiligen Stellung der anderen Schalter ein- und ausgeschaltet werden kann. Die Kreuzschaltung wird vor allem in Fluren verwendet. Werden nur zwei Schalter zum Schalten der Lampe benötigt, dann reicht die einfachere Wechselschaltung aus.

Bei der Kreuzschaltung werden zwei Wechselschalter am Anfang und am Ende der Kette und eine beliebige Anzahl Kreuzschalter dazwischen gesetzt. Ein Kreuzschalter enthält zwei mechanisch verbundene einpolige Umschalter, die so verbunden sind, dass mit einer Betätigung zwischen einer „geraden“ Verbindung zwischen zwei Klemmenpaaren (Links 1 – Rechts 1 / Links 2 – Rechts 2) auf eine „gekreuzte“ Verbindung (Links 1 – Rechts 2 / Links 2 – Rechts 1) gewechselt werden kann.

Die Schalter werden mit jeweils zwei Adern verbunden, von denen immer die eine oder die andere Strom führt – je nach Schaltzustand der einzelnen Schalter – und die zweite jeweils nicht. Bei der Betätigung eines beliebigen Schalters vertauschen die weiterführenden Adern ihren Zustand – im Sinn boolescher Logik werden beide „Signale“ negiert, aus EIN wird AUS und umgekehrt: Der erste bzw. letzte Schalter kann, muss aber nicht als Kreuzschalter ausgeführt werden, da vor dem ersten Schalter feststeht, welche Ader Strom führt und somit nur diese auf verbunden werden muss, beziehungsweise beim letzten Schalter nur eine der beiden Adern zur Last weiter verbunden wird. (Am ersten Wechselschalter ist es noch möglich die Schaltung um eine Steckdose zu erweitern, wenn 5poliges Kabel verlegt wird, bei allen weiteren Schaltern müssen Steckdosen getrennt versorgt werden.)

Eine Alternative zur Kreuzschaltung ist die Stromstoßschaltung (auch Tasterschaltung genannt), die im Baubereich meist preiswerter als die Kreuzschaltung zu realisieren ist.

Taster- bzw. Stromstoßschaltung

Als Tasterschaltung wird eine Schaltung mit Tastern und Relais bzw. Schaltschützen bezeichnet, die in der Regel mit einem vom Laststromkreis getrennten Steuerstromkreis arbeitet. Typische Anwendungen sind das Ein- und Ausschalten der Beleuchtung in Treppenhäusern und langen Fluren.

Bei Hausinstallationen wird in der Regel eine Tasterschaltung eingesetzt, wenn die Schaltung von mindestens 3 Stellen aus bedient werden soll. Sie benötigt zwar im Gegensatz zur Kreuzschaltung einen Stromstoßschalter (Relais), dafür ist die Verdrahtung und die Bauart der Lichtschalter einfacher. Außerdem kann statt des Stromstoßrelais auch ein Treppenlicht-Zeitschalter (Zeitrelais) eingesetzt werden.

Bei der Tasterschaltung fließt der Laststrom nicht über die Bedienstellen, sondern auf kurzem Weg direkt zu Leuchte. Durch kürzere Leitungen oder dünnere Leiterquerschnitte werden die Leitungsverluste und die Installationskosten verringert. Die Parallelschaltung aller Taster reduziert zusätzlich den Aufwand bei der Installation. Die Bedienung kann von beliebig vielen Tastern aus erfolgen. Die Relais sind meist im Verteiler montiert, seltener in Verteilerdosen.

Vergleich Kreuz- und Tasterschaltung

Nachteile der Kreuzschaltung
  • Für eine Kreuzschaltung wird ein durchgehendes Adernpaar über alle Schalter benötigt, was eine Erweiterung erschwert.
  • Kreuzschalter sind teurer als einfache Schalter bzw. Taster.
  • Der Defekt eines Schalters führt zum Ausfall des kompletten Schaltvorganges.
Vorteile der Tasterschaltung

Zur Vermeidung dieser Nachteile wird anstelle der Kreuzschaltung oft eine Tasterschaltung bevorzugt. Diese hat gegenüber der Kreuzschaltung noch weitere Vorteile:

  • Eine automatische Abschaltung nach einer bestimmten Zeit (Treppenhauslicht) ist leicht realisierbar.
  • Eine zentrale Steuerung ist möglich (Fernwirken).
  • Glimmlampen zum Auffinden der Taster im Dunkeln sind leicht realisierbar.
Dimmer

Als Dimmer bezeichnet Regelsysteme, mit der die Helligkeit von Glühlampen verändert werden kann. Die Ansteuerung eines Dimmers ist auf verschiedene Weise möglich. Neben dem bekannten Drehknopf können moderne Geräte heute auch über Taster gesteuert werden. Ein kurzes Tasten schaltet beispielsweise den Dimmer ein bzw. aus, ein längerer Tastimpuls bewirkt eine Helligkeitsänderung. Auch die Ansteuerung durch eine Steuerspannung ist teilweise möglich; in solchen Dimmern ist der Steuer-Eingang galvanisch vom Netz getrennt.

Im Wohnbereich gibt es Dimmer in verschiedenen Formen, z. B.:

  • fest eingebaut in Leuchten
  • zum Einbau in Elementen der Elektroinstallation, wie z. B. Schalterdosen usw.
  • zum Einbau im Reiheneinbauverteiler als Reiheneinbaugerät (REG)
  • als sog. Schnurdimmer vor mobilen Leuchten

Wird eine Glühlampe gedimmt, sinkt die Leistungsaufnahme und folglich auch der Energiebedarf. Die Lebensdauer erhöht sich u.U. wesentlich, da die Glühfadentemperatur absinkt. Die Effizienz der Lichterzeugung (Lichtausbeute) sinkt dadurch jedoch stark ab, die Helligkeit nimmt beim Dimmen stärker ab als die Leistungsaufnahme (siehe auch Lichtausbeute und Lebensdauer von Glühlampen). Durch das Dimmen verändert sich auch die Lichtfarbe – die Farbtemperatur sinkt ab und das Licht wirkt eher gelb-orange als weiß-gelb.

Wird eine Glühlampe (z. B. Wohnzimmer-Stehlampe) ohnehin nie unter Volllast betrieben, dann kann ein Großteil der benötigten Energie eingespart werden, wenn sie durch eine schwächere Lampe ersetzt wird, die die gleiche Helligkeit im ungedimmten Zustand hat.

Der Wirkungsgrad einer Leuchtstofflampe hingegen bleibt, wenn sie mit einem geeigneten EVG gedimmt wird, annähernd konstant (u.U. steigt er sogar), das bedeutet die Leistungsaufnahme sinkt mit der Helligkeit in gleichem Maße (auch die Farbtemperatur bleibt weitgehend konstant).

Bewegungsmelder

Ein Bewegungsmelder ist ein elektronischer Sensor, der Bewegungen in seiner näheren Umgebung erkennt und dadurch als elektrischer Schalter arbeiten kann. Hauptsächlich wird er zum Einschalten einer Beleuchtung oder zum Auslösen eines Alarms eingesetzt.

Ein Bewegungsmelder kann entweder aktiv mit elektromagnetischen Wellen (Dopplerradar), mit Ultraschall (Ultraschall-Bewegungsmelder) oder passiv anhand der Infrarotstrahlung der Umgebung arbeiten; es gibt auch Kombinationen davon.

Der PIR-Sensor (engl. passive infrared) ist der am häufigsten eingesetzte Typ von Bewegungsmeldern. Er reagiert optimal auf Winkeländerungen, wenn also eine Person am Sensor vorbeigeht. Im Gegensatz dazu reagiert ein Dopplerradar optimal, wenn sich der Abstand zum Sensor ändert.

Verwendung als Lichtschalter

Ein Infrarot-Bewegungsmelder hat in der Regel einen eingebauten Dämmerungsschalter, der dafür sorgt, dass die Beleuchtung nur bei Dunkelheit vom eigentlichen Bewegungsmelder eingeschaltet werden kann. Bewegt sich eine Wärmequelle vor dem Melder, so schaltet er die Beleuchtung für eine einstellbare Zeitspanne ein und nach Ablauf der eingestellten Leuchtzeit wieder aus. Die meisten Bewegungsmelder haben zwei Einsteller (Potentiometer):

  1. für die Einschaltdauer: legt fest, wie lange der Verbraucher eingeschaltet bleiben soll
  2. für die Umgebungshelligkeit (Hell-Dunkel-Grenze): legt fest, ab welcher Dunkelheitsschwelle der Melder scharf sein soll

Bei den meisten Bewegungsmeldern beginnt der Zähler für die Einschaltdauer zu laufen, wenn die letzte Bewegung erkannt wurde. Wenn der Melder danach eine neue Bewegung erkennt, stellt er den Zähler wieder auf Null. Dies gewährleistet, dass der Verbraucher (z. B. Beleuchtung) nicht ausgeschaltet wird, wenn sich eine Person für längere Zeit im Erfassungsbereich aufhält.

Dämmerungsschalter

Als Dämmerungsschalter bezeichnet man ein elektrisches Betriebsmittel, das die Aufgabe hat einen Schaltkontakt zu betätigen, wenn ein einstellbarer Helligkeitswert unter- oder überschritten wird. In älteren Dämmerungsschaltern befindet sich ein sogenannter LDR (Light Dependent Resistor), ein lichtabhängiger Widerstand, der den Schaltbefehl gibt. Heute werden dem LDR häufig elektronische Komponenten (Fototransistor, Fotodioden) vorgezogen.

Sind Kompaktleuchtstofflampen günstiger als Glühbirnen?

Kompaktleuchtstofflampen sind besonders kleine Leuchtstofflampen und werden häufig auch als Energiesparlampen bezeichnet. Der Begriff Energiesparlampe umfasst aber auch andere energiesparende Leuchtmittel.

Die Röhre, in der die Gasentladung stattfindet, ist bei diesen Lampen gegenüber anderen Leuchtstofflampen kleiner und gebogen, gewendelt oder mehrfach gefaltet, um sie platzsparender unterzubringen, daher das Präfix Kompakt. Meistens haben Kompaktleuchtstofflampen ein integriertes Vorschaltgerät und einen Edisonsockel (Schraubsockel), um sie anstelle von Glühlampen einsetzen zu können. Eine weitere Verkleinerung und eine höhere Leuchtdichte wird durch einen erhöhten Innendruck erreicht.

Zum Betrieb einer Kompaktleuchtstofflampe wird ein – heutzutage meist elektronisches –Vorschaltgerät benötigt, um den Lampenstrom zu begrenzen, der ansonsten aufgrund der Stoßionisation bis zur Zerstörung der Lampe ansteigen würde. Daher können Kompaktleuchtstofflampen wie auch andere Gasentladungslampen nie direkt am Stromnetz, sondern nur in mit Vorschaltgerät betrieben werden. Dieses kann sowohl in der Lampe enthalten als auch extern ausgeführt sein. Kompaktleuchtstofflampen mit elektronischem Vorschaltgerät erfordern höhere Anfangsinvestitionen, arbeiten jedoch deutlich effizienter als solche mit konventionellem Vorschaltgerät und weisen eine Blindleistungskompensation auf.p;lt;;/p>

Kompaktleuchtstofflampen sind als sogenannte Energiesparlampen mit den bei Glühlampen üblichen Edison-Schraubsockeln (E14, E27) erhältlich. Dabei befindet sich das für den Betrieb erforderliche Vorschaltgerät im Sockel der Lampe. Diese Bauform erlaubt das Ersetzen von Glühlampen durch Kompaktleuchtstofflampen. Da konventionelle Vorschaltgeräte deutlich größer als elektronische sind, werden bei Kompaktleuchtstofflampen stets elektronische Vorschaltgeräte eingesetzt. Nachteil dieser Kombination von Leuchtmittel und Vorschaltgerät ist der höhere Preis und der ökologisch unerwünschte Aspekt, dass die Lampe nur mit dem Vorschaltgeät entsorgt werden kann.

Worin liegen die Unterschiede zur Glühlampe?

Da Kompaktleuchtstofflampen als Ersatz für konventionelle Glühlampen dienen, gibt es diverse Diskussionen über die Vor- und Nachteile der beiden Konzepte. Diese Diskussionen sind teilweise von subjektiven Eindrücken und unbelegten Aussagen geprägt.

Lichtausbeute

Kompaktleuchtstofflampen verbrauchen deutlich weniger elektrische Energie, da sie deutlich weniger Wärme (rot) erzeugen.

Die Lichtausbeute der Kompaktleuchtstofflampen von ca. 60 lm/W liegt deutlich über der Lichtausbeute von Allgebrauchsglühlampen mit 12 bis 15 lm/W. Kompaktleuchtstofflampen haben somit eine rund vier- bis fünfmal so große Lichtausbeute wie normale Glühlampen; sie benötigen bei gleichem Lichtstrom gegenüber Glühlampen also 75-80 % weniger elektrische Leistung. Im Laufe der Lebenszeit nimmt die Lichtausbeute der Lampen jedoch ab. Weiterhin muss beachtet werden, dass die verwendete Leuchte unter Umständen zur Verwendung mit Glühlampen konzipiert wurde und mit einer gleich hellen Kompaktleuchtstofflampe möglicherweise weniger hell leuchtet.

Lebensdauer

Die angegebene Lebensdauer einer Kompaktleuchtstofflampe liegt mit 3000 bis 15.000 Stunden deutlich über einer normalen Glühlampe. Somit halten gemäß dieser Angaben Kompaktleuchtstofflampen bei durchschnittlicher Nutzung von vier Stunden am Tag zwischen zwei und mehr als zehn Jahren.

Neben der Betriebsdauer spielt die Schalthäufigkeit für die Lebensdauer eine Rolle. Hierbei gibt es drei Arten von Kompaktleuchtstofflampen:

  • sofortzündende, die ohne Vorglühen gezündet werden. Diese sind sehr empfindlich und werden durch jeden Zündvorgang zwischen 2 und 5 Stunden gealtert.
  • Lampen mit Vorheizung, die Elektroden werden erst 0,2 bis 2 Sekunden vorgeheizt. Dann wird erst versucht, die Lampe zu zünden. Bei derartigen Lampen versprechen die Hersteller bis über 500.000 Schaltzyklen.

Hier ergibt sich ein Interessenskonflikt: Die Kompaktleuchtstofflampen, die sofort Licht abgeben (was in Treppenhäusern sinnvoll ist) sind gerade die, die nicht häufig geschaltet werden sollten (die man gerade nicht im Treppenhaus verwenden sollte). Die angegebene Lebensdauer von Lichtquellen bezieht sich immer auf einen „3-Stunden-Rhythmus“. Das heißt, dass die Lampen immer abwechselnd für 2¾ Stunden (165 Minuten) ein- und dann für 15 Minuten ausgeschaltet werden.

Einsparpotential

Eine herkömmliche Glühlampe hat eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 1000 Betriebsstunden und ist kostengünstig in der Anschaffung. Eine Kompaktleuchtstofflampe kommt nach dem oben genannten Testzyklus je nach Fabrikat und Typ auf 3000 bis 15.000 Betriebsstunden, ist aber deutlich teurer in der Anschaffung.

Die Energiebilanz unter Berücksichtigung des Energieverbrauchs für die Produktion des Leuchtmittels fällt für die Kompaktleuchtstofflampen positiv aus. Die Produktion einer Kompaktleuchtstofflampe benötigt zwar etwa das Zehnfache der Energie für die Herstellung einer Glühlampe, durch die lange Lebensdauer wird dies jedoch deutlich überkompensiert.

Da es auf Baustellen und im Haushalt immer wieder zu schweren Unfällen in Verbindung mit elektrischen Anlagen kommt, beachten Sie bitte die 5 elektrischen Sicherheitsregeln. Grundsätzlich ist das Arbeiten an Teilen, die unter Spannung stehen, verboten! Bei Betriebsspannungen über 50V Wechselspannung oder 120V Gleichspannung sind Arbeiten an Teilen, die unter Spannung stehen, nur dann gestattet, wenn diese Teile aus wichtigen Gründen (z.B. Großer wirtschaftlicher Schaden durch längeren Stromausfall) nicht spannungsfrei geschaltet werden können. Solche Arbeiten dürfen nur Elektrofachkräfte mit Zusatzausbildung ausführen.

Wie lauten die 5 Sicherheitsregeln?

1. Allpolig und allseitig abschalten!

Zuerst muss die Spannung abgeschaltet werden. Dies geschieht in Haushalten z.B über das Herausdrehen der Schmelzsicherungen oder das Abschalten des betreffenden Leitungsschutzschalters.

2. Gegen Wiedereinschalten sichern!

Damit eine Gefährdung ausgeschlossen werden kann, muss ungewolltes Wiedereinschlten sicher verhindert werden. Sollten Sie z.B. Schmelzsicherungen herausgedreht haben, führen Sie die Einsätze am Bestem mit sich bis die Arbeiten am Stromkreis beendet sind. Bei Leitungsschutzschalter kann das Schaltschloss durch ein Stück Draht blockiert werden.

3. Auf Spannungsfreiheit prüfen!

Nachdem Sie Schritt 1 und 2 befolgt haben, MUSS vor Beginn der Arbeiten die Spannungsfreiheit geprüft werden!! Dies Überprüfen Sie am Besten mit einem zweipoligen Spannungsprüfer. Einpolige Spannungsprüfer liefern keine zuverlässigen Ergebnisse.

4. Erden und Kurzschließen!

Diese Regel muss erst ab einer Spannung von 1000 Volt berücksichtigt werden. Zuerst muss geerdet werden, dann muss die ERDE mit den kurzzuschließenden aktiven Teilen verbunden werden.

5.Gegen benachbarte, unter Spannung stehende Teile schützen!

Bei Anlagen unter 1kV (=1000 Volt) genügen zum Abdecken isolierende Tücher, Schläuche oder Formstücke. Über einer Spannung von 1kV sind zusätzlich Absperrtafeln, Seile und Warntafeln erforderlich. In diesem Fall muss auch der Körper gesondert geschützt sein, z.B. durch einen Schutzhelm mit Gesichtsschutz und hochisolierte Handschuhe.